IFNG Köln: Der Tanzbrunnen in Tanzstimmung
Am gestrigen Abend fand das 5. Intel Friday Night Game der 13. ESL Pro Series im Kölner Tanzbrunnen statt. In der Location, wo bereits mehrmals die EPS Finals stattfanden, herrschte die ganze Zeit über eine gute Stimmung und die Matches waren auch nicht von schlechten Eltern.
Wie beim IFNG in Bremen wurde auch an diesem Freitag Warcraft 3, Counter- Strike: Source und Counter-Strike 1.6 gespielt. In Warcraft 3 stellte sich der erfahrene HasuObs dem jungen und mit viel Elan ausgestattetem Vorjahres Meister XlorD. Wenig später duellierten sich dann die bisher einzigen Teams, die es in der noch kurzen Geschichte der Counter- Strike: Source EPS geschafft haben, sich den Titel zu holen. Namentlich waren dies Team Alternate und n!faculty. Zum Abschluss gab es dann nochmal einen richtigen Kracher. In Counter-Strike 1.6 trat das Team von mousesports gegen die Lokalmatadoren von faculty an. Zu erwähnen sei auch noch, dass faculty mit zwei Fan-Bussen angereist war. Fast die Hälfte des Sitzplatz-Publikums trug ein oranges faculty Shirt.

Nach einigen technischen Problemen ging es dann um 20:30 Uhr endlich los. In Warcraft 3 ging es für HasuObs darum, wichtige Punkte für die Finals-Teilnahme zu sichern und nochmal zu zeigen, dass er immer noch einer der besten deutschen Warcraft 3 Spieler ist. XlorD reiste mit 7 Siegen aus 7 Spielen an und konnte seine Finals-Teilnahme mit einem Sieg fast schon sicher machen. Gespielt wurde auf den Karten Twisted Meadows und Ancient Isles. Während der Matches konnte man deutlich erkennen, dass sich beide Spieler nicht optimal auf das Match vorbereitet haben. Immer wieder bekam man Fehler zu sehen. HasuObs schien sich bei seinen Aktionen nicht immer sicher zu sein und begab sich so in den Einen oder Anderen Kampf den er nicht gewinnen konnte. Da aber auch XlorD Fehler machte, ergab sich ein durchaus spannendes Match mit dem glücklicherem Ende für den jungen XlorD. Mit einem klaren 2:0 schlug er HasuObs und kann sich schon an die Buchung für das Hotel während der Finals machen.

Danach stand Counter- Strike: Source an der Reihe. Durch technische Probleme fing das Match zwar erst 30 Minuten später als geplant an, der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, jetzt fingen die n!faculty Fans erst richtig an Stimmung zu machen. Mit Parolen wir „Hier regiert nur faculty“ schüchtete man die anwesenden Alternate-Fans, und später auch mousesports-Fans, doch ordentlich ein. Nachdem die Admins es dann endlich geschafft haben, Rechner und Server wieder zum Laufen zu bewegen, konnte das Match beginnen. Gespielt wurde auf de_Train. Von Anfang an zeigt sich das Team Alternate geschlossen und Schuss sicher. Ein Gegner nach dem Anderen fiel und so konnte man gleich mit 13 zu 2 Runden in Führung gehen. Die ganze Zeit über merkte man aber, dass der Server nicht mit gewohnten Einstellungen lief, denn so viel Dauerfeuer hat man selten auf einem IFNG gesehen. Die zweite Halbzeit war dann auch sehr schnell zu Ende. Nach drei Runden stand es 16 zu 2 für Team Alternate die jetzt mit 8 Siegen aus 8 Matches auf Platz 1 stehen. faculty hingegen muss noch Kämpfen. Mit 4 Siegen und 4 Niederlagen stehen sie nur auf dem 6. Platz und wäre derzeit nicht für die Finals qualifiziert.

Kommen wir zum letzten Match des Abends. In Counter- Strike 1.6 standen sich die Teams von mousesports und n!faculty gegenüber. Mit 7 Siegen aus 7 Spielen stand das Team von faculty unangefochten auf Platz 1 und wollte diesen gegen die Kontrahenten von mousesports auch verteidigen. Auf de_Dust2 startete das Team rund um chrizzo als CT. Von Anfang an hatte man aber keine wirkliche Chance gegen die Spieler von mousesports. Bei denen erkannte selbst der erfahrene Moderator Andreas Lenski keine wirkliche Taktik. Tixo und Konsorten trafen einfach besser und griffen einen faculty Spieler nach dem Anderen ab. Zur Halbzeit stand es dann bereits 13 zu 2 für die Mäuse. Jetzt musste faculty also angreifen. Auf einmal lief es bei ihnen um Einiges besser und man kam immer näher an mousesports heran. Diese ließen sich aber nicht beirren und holten nach 12 Runden die entscheidende 16. Runde. Zum Schluss stand es 16 zu 11 für mousesports.

Das war also das IFNG im Kölner Tanzbrunnen. Mit Spannenden Matches, einem großen und stimmungsvollem Publikum und vielen technischen Problemen hat die ESL mal wieder gezeigt, wo der eSport in Deutschland mittlerweile angekommen ist. Eines sei noch gesagt, beim nächsten IFNG in Köln sollte sich die ESL vielleicht nach einer größeren Location umsehen. Die meiste Zeit drängelten sich so viele interessierte Menschen in der Halle, dass man meinen könnte man wäre auf der Games Convention und nicht auf einem IFNG.








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