nVidia zeigt mit Tesla Fermi eigene DirectX 11 Grafikkarte
Neuer Fermi-Chip soll gleiche Leistung wie aktuelle Quadcore CPUs bieten, aber nur 5 Prozent des Stroms benötigen.
Momentan muss sich nVidia ziemlich ranhalten, was die Entwicklung ihrer Grafikchips angeht. Denn AMD hat mit der 5000er ATi-Grafikkarten Generation bereits mächtig vorgelegt und bietet dort bereits DirectX-11 Unterstützung an und das bei nicht gerade wenig Leistung. Selbst Intel entwickelt im Verborgenen an neuer Rendering-Hardware und soll sogar Pläne in der Schublade haben, demnächst Grafikkarten mit leistungsfähigen Echtzeit-Raytracing-Eigenschaften auf den Markt loszulassen.
nVidia möchte un aber vor allem mit Energie-effizienten Lösungen zeigen, dass ein Umdenken im Unternehmen stattgefunden hat und wird auf der Supercomputer Convention 09 (Portland, Oregon) erstmals live den Fermi getauften Grafikchip vorstellen. Die Veranstaltung wird am 17. November abgehalten und läuft 3 Tage lang. Es ist noch wenig bekannt darüber, wieviel nVidia über die tatsächliche Spieleleistung der Fermi-Tesla Systeme preisgibt, denn zweifelsfrei handelt es sich um eine Veranstaltung, auf der Supercomputer Thema sind und dort natürlich nur Leistungsangaben von Wert sind, die sich auf reine, wissenschaftliche Rechenmodelle beziehen.

Aufgrund ihrer besonderen Architektur ist die Fermi-GPU nicht nur für Grafikberechnungen sondern auch für wissenschaftliche Berechnungsmodelle einsetzbar. Weshalb der Prozessor auch im Bereich der Supercomputer eingesetzt wird.
Bei der Fermi-GPU gab es inzwischen einige Veränderungen im Hardware-Konzept. So wurde der Shared Memory von 16 auf 64 kB erweitert und die GPU bekam außerdem einen L1- und L2-Cache spendiert. Wobei interner Cache und externer RAM (GDDR5 bis 1 Terabyte) eine ECC-Fehlerkorrektur besitzen. Die Fermi-GPU hat zudem eine komplette C++ Befehlsunterstützung erhalten, was die Programmierbarkeit deutlich flexibler macht, und führt Gleitkomma-Berechnungen mit einfacher und doppelter Genauigkeit aus. Leistungsmäßig schafft es zum Beispiel das Tesla C2050-Modell auf 520 GigaFLOPS bei doppelter Genauigkeit und 3 Gigabyte Grafikspeicher. Das derzeitige Spitzenmodell Tsla C1060 mit 4 GByte Speicher schafft da gerade mal 78 GigaFLOPS.

Nicht nur schnell sondern vor allem in Preis-Leistung sollen die neuen Systeme ihre alten Ahnen schlagen. Das schwächste System aus der Top-500 Liste der Supercomputer schafft gerade mal 17 TeraFlops, kostet aber rund 1 Million US Dollar. Dagegen kostet ein nVidia Tesla-System mit in etwa gleicher Leistung nur rund 250.000 US Dollar.
Die GPU selbst soll demnächst auf für Endanwender erhältlichen Grafikkarten erhältlich sein. Demnächst heißt, 1. Quartal 2010. Es ist damit zu rechnen, dass nVidia in Kürze auch die Spieleleistung des Fermi-Chips preisgibt.








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